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Selbsttransport

Wohnwagen und schwere PKW-AnhÀnger selber ziehen?

Dann sollten Sie mindestens die folgenden Tipps beachten!
Wohnwagen-Transporte, AnhÀnger-Transporte sowie Kleintransporte
Auf den zigtausenden Kilometern, die unsere Partner und wir auf Autobahnen und Landstraßen z.B. mit Wohnwagen und AnhĂ€ngern verbringen, begegnen uns hĂ€ufig haarstrĂ€ubende “Gespanne”, mit denen sich nicht nur die Selbst-Transporteure in Gefahr bringen.

Zufalls-Video einer realen Begegnung der lebensmĂŒden Art:

Aus diesem Grund und damit Ihnen böse Überraschungen erspart bleiben, haben wir einige Tipps fĂŒr das Ziehen von Wohnwagen, schweren AnhĂ€ngern und Trailern fĂŒr Sie zusammengestellt.

Transportunternehmen fĂŒr Wohnwagentransporte, AnhĂ€ngertransporte, Bootstrailertransporte
TÜV, HU, Zulassung ...?
TÜV ist klar, muss fĂŒr einen Transport nicht zwangslĂ€ufig sein. HU ist laut gĂŒltiger Vorschriften erforderlich (aber nicht immer gegeben). Eine Zulassung ist fĂŒr den Straßenverkehr unumgĂ€nglich. Es muss keine “normale” sein, eine Kurzzeit-Zulassung mit Kurzzeit-Kennzeichen (ÜberfĂŒhrungskennzeichen) genĂŒgt. Seit dem 01.04.2015 gibt es die ÜberfĂŒhrungskennzeichen aber nur noch, wenn das Fahrzeug TÜV hat! Anderenfalls bleibt nur die Verladung. NĂ€heres hierzu s.u. Wichtig ist also, dass sich das Fahrzeug technisch in einwandfreiem Zustand befindet, nicht durchgerostet ist (und sich somit auf der Piste nicht in seine Bestandteile auflöst), dass zumindest die Bremsen funktionieren und die Reifen noch mindestens 1,5 bis 2 mm Profil haben und nicht porös sind. Auch die Beleuchtung muss einwandfrei sein! Sollte diese nicht funktionieren, hilft in der Regel ein Schraubenzieher und etwas Kontaktöl. Wenn’s das nicht bringt, haben Profis eine mobile Heck-Lichtleiste dabei; damit wĂ€re dann auch dieses Problem behoben.

Transportunternehmen fĂŒr Wohnwagentransporte, AnhĂ€ngertransporte, Bootstrailertransporte
RĂ€der
Ein extrem wichtiger Punkt vor einem Transport (oder Transportauftrag) sind die RĂ€der! Wenn Wohnwagen oder AnhĂ€nger lĂ€nger nicht bewegt wurden, kann es vorkommen, dass die RĂ€der festsitzen und sich nicht mehr drehen. Das kann unter UmstĂ€nden schon nach einem Winter mit irrtĂŒmlich gezogener Handbremse der Fall sein. Wenn dieses erst festgestellt wird, wenn der Transporteur den Wohnwagen ziehen will, gibt’s Probleme. Entweder muss er dann die RĂ€der abbauen, wenn er es ĂŒberhaupt kann und macht, oder er war vergeblich vor Ort. Beides kostet richtig Geld. In diesem Fall hilft nur: RĂ€der runter und Bremstrommel/Bremsanlage öffnen (was ohne Spezialwerkzeug nur sehr schwer möglich ist), RĂ€der und Bremseninnenleben entrosten, gangbar machen und alle Teile wieder RICHTIG zusammenfummeln. Oder den Wohnwagen auf einen Trailer verladen.
An den Reifendruck denken. Wenn Sie ihn nicht kennen, dann aufpumpen, bis der Reifen nicht mehr eindrĂŒckt, aber nicht mehr. Die Gangbarkeit der RĂ€der zu prĂŒfen ist meist recht einfach. Man nehme einige starke Leute, löse die Handbremse, entferne Keile oder sonstige Bewegungshindernisse und schiebe dann den Wohnwagen etwas hin und her (30-50 cm reichen meist schon). LĂ€sst er sich schieben, und bewegen sich alle RĂ€der? Auch wenn sich die RĂ€der bewegen, muss nach lĂ€ngerer Standzeit mehrfach geprĂŒft werden, ob diese beim Transport warm oder sogar heiß werden. Die erste Kontrolle nach ca. 10-15 Minuten Fahrtzeit, dann nach spĂ€testens einer Stunde und spĂ€ter bei jeder Pause. Eine gewisse ReifenwĂ€rme ist bei Autobahnfahrt in der Regel normal. Es dĂŒrfen aber keinesfalls die Felgen in NĂ€he der Radnabe deutlich warm oder heiß werden. Sollten die Felgen sehr warm oder heiß sein, auf KEINEN FALL weiterfahren (oder immer wieder abkĂŒhlen lassen). Anderenfalls riskieren Sie, Ihren Wohnwagen abzufackeln.
Also: Vor dem Transport oder der Kontaktaufnahme mit Transportunternehmen die GĂ€ngigkeit und den Luftdruck der RĂ€der prĂŒfen!
Bei festen RÀdern auf GAR KEINEN FALL mit Rostlöser etc. an den RÀdern herumhantieren - das vernichtet jedwede Bremswirkung und geht beim Transport mit absoluter Sicherheit "in die Hose".

Kurierdienst und Transportunternehmen fĂŒr Wohnwagentransporte
GelÀnde, Besonderheiten
Bei der Planung des Transports auf Besonderheiten (z.B. enge Durchfahrten, Standort im Wald oder in DĂŒnen, starke Steigungen oder GefĂ€lle, unbefestigte Transportwege etc.) achten und sich ohne ÜberschĂ€tzung fragen: “Bin ich den Gegebenheiten wirklich gewachsen?” Auch bei der Anforderung eines Transport-Kostenvoranschlags unbedingt auf derartige Besonderheiten oder sonstige unĂŒbliche Gegebenheiten hinweisen. Wegen der Nachweisbarkeit sollte dies schriftlich erfolgen. Profis bringen die nötige AusrĂŒstung mit und kalkulieren im schlimmsten Fall etwas mehr Zeit ein. Wurde nicht auf Besonderheiten hingewiesen, hat ein Transporteur die Möglichkeit, einen krĂ€ftigen Zuschlag zu berechnen, was seriöse Unternehmen in der Regel nicht ausnutzen; aber auch die mĂŒssen die passende AusrĂŒstung an Bord haben. Vor dem Transport Besonderheiten prĂŒfen und ggf. darauf hinweisen!

Kurierdienst und Transportunternehmen
Zugfahrzeug
- ein ganz heikles Thema (siehe Eingangs-Video) -

NatĂŒrlich ist es, wenn die Möglichkeit besteht, eine gute und preiswerte Sache, den Wohnwagen selbst zu ziehen oder Freunden, Bekannten, Nachbarn etc. das Abenteuer zu ĂŒberlassen. Es kann aber auch eine teure Angelegenheit werden, wenn der Freundschaftsdienst durch Wohnwagen unerfahrene Personen oder gar mit dem falschen Zugfahrzeug ausgefĂŒhrt wird. Fahrer, die keine Wohnwagen-Erfahrung haben, werden staunen und vielleicht auch ins Schwitzen geraten, welche KrĂ€fte und Eigendynamik ein Wohnwagen entwickeln kann. Besonders, wenn er schon Ă€lter und nicht mehr ganz spurtreu, die Kupplung etwas ausgeschlagen oder ein StoßdĂ€mpfer “mĂŒde” ist. Wenn gar der AuflaufbremsdĂ€mpfer zu schwach, verzögert oder ĂŒberhaupt nicht reagiert, kann das ganze Unterfangen schnell zu einem kaum noch beherrschbaren Abenteuer werden. In solchen FĂ€llen sollte man die physiotherapeutische Halskrause fĂŒr den Fahrer gleich mitnehmen.
FĂŒr Wohnwagen ungeĂŒbte Fahrer gilt: Tun Sie sich, den Mitmenschen, Ihrem Wohnwagen und Ihrem Pkw den Gefallen und lassen es!
Wenn Sie jetzt meinen: “So’n 10-m-Wagen ist kein Problem, hab ja auch schon 6 und 7 m gezogen”, dann kann das durchaus hilfreich sein und zeugt zumindest von einem gewissen Selbstvertrauen. Trotzdem werden Sie staunen, wie unterschiedlich sich die beiden “Welten” auf der Straße verhalten können. Auch das Zugfahrzeug muss unbedingt geeignet sein (und nicht, wie kĂŒrzlich auf der Autobahn gesehen: vor einem schweren 10-m-Wohnwagen ein leerer, viel zu leichter VW-Bus oder wie im Eingangs-Video). ZunĂ€chst muss die zulĂ€ssige maximale AnhĂ€ngelast (im Fahrzeugschein des Zugwagens) geprĂŒft werden. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee zu denken: “Die paar 100 Kilo mehr werden schon nichts ausmachen.” Dann fragen Sie unter anderem mal Ihre Pkw-Kupplung - die ist garantiert anderer Meinung. Es gibt eine ganz grobe Faustregel: Danach sollte das reale Eigengewicht (also nicht das zulĂ€ssige Gesamtgewicht) des Zugfahrzeugs mehr als 50% des zul. Gesamtgewichts des Wohnwagens betragen. Bei einem Wohnwagen mit z.B. 2000 kg zul. Gesamtgewicht (lt. Fahrzeugschein) sollte der Zugwagen also ein reales Gewicht von mindestens 1100 kg (Leergewicht lt. Fahrzeugschein + Insassen) auf die Straße bringen.
Zur Fahrsicherheit und um einen Wohnwagen/AnhĂ€nger stabil zu halten und auch ĂŒber kleine Steigungen und besonders GefĂ€lle zu bringen, ist die MotorstĂ€rke ebenfalls ein wichtiger Faktor. Hier kann als Daumenwert die Formel “zul. Gesamtgewicht des Wohnwagens geteilt durch 20 = Mindest-MotorstĂ€rke in PS” genutzt werden. Im o.g. Beispiel lĂ€ge die Mindestanforderung bei 100 PS (rund 74 KW). Allerdings wĂ€re auch die Übersetzung nicht ganz bedeutungslos, was an dieser Stelle jedoch zu weit fĂŒhren wĂŒrde. Der richtige Zugwagen und erfahrene Fahrer sind lebenswichtig!

Transportunternehmen fĂŒr AnhĂ€ngertransporte
Ausgewogenheit, StĂŒtzlast
- wird in den meisten FĂ€llen missachtet -

Neuere Wohnwagen sind vielfach extrem ausgewogen (also vor und hinter der Achse gleich schwer), was sich fĂŒr das Ziehen sehr nachteilig auswirkt und teilweise gar nicht zulĂ€ssig ist. PrĂŒfen Sie, ob Sie den stehenden Wohnwagen (mit gelösten Bremsen) per Hand ohne grĂ¶ĂŸere MĂŒhe am Kupplungsmaul etwas anheben können. Wenn ja, dann bringt der Wagen nicht genĂŒgend Gewicht auf die Kupplung des Zugfahrzeugs. Einerseits muss ein AnhĂ€nger ein bestimmtes Gewicht (StĂŒtzlast) auf die Kupplung geben, andererseits darf die maximale StĂŒtzlast auch nicht ĂŒberschritten werden. Ein zu geringer Druck auf die Kupplung wirkt sich sehr nachteilig auf das Fahrverhalten des Zugfahrzeugs sowie AnhĂ€ngers aus; man hat das GefĂŒhl, als wĂŒrde der Wohnwagen das Zugfahrzeug hinten anheben. Was das fĂŒr die Bremsleistung und Spurtreue des Zugwagens bedeutet, können Sie sich sicherlich denken. Zudem gerĂ€t der Wohnwagen leichter in eine Schaukelbewegung (der LĂ€nge nach). Das Zugfahrzeug wird dadurch sehr leicht instabil, was schnell zu unkontrollierbaren Bewegungen des ganzen Zuges fĂŒhren kann. Die StĂŒtzlast-Angaben finden Sie auf dem Typenschild der Zugvorrichtung des Zugfahrzeugs (oder dort eingeprĂ€gt). In dem Fall vorn im Wohnwagen zusĂ€tzliches Gewicht einladen - gut sichern und nicht ĂŒbertreiben (Bruchgefahr der Zugvorrichtung)! Bei zu starkem Druck auf die Kupplung kann im hinteren Ende des Wohnwagens etwas zusĂ€tzliches, besonders gegen Rutschen nach vorn gesichertes Gewicht eingeladen werden.
Sie können die StĂŒtzlast nicht einschĂ€tzen? Stellen Sie ein StĂŒck Holz senkrecht auf eine normale Personenwaage und merken Sie sich das Gewicht des Holzes. Heben Sie die Kupplung des Wohnwagens ein StĂŒck an (oder mit dem StĂŒtzrad etwas hochdrehen) und schieben Waage samt senkrechtem Holz unter das Kupplungsmaul und lassen dieses jetzt wieder auf das Holz herab (das StĂŒtzrad darf den Boden nicht berĂŒhren), damit die Kupplung mit dem ganzen Gewicht auf die Waage drĂŒckt. Die Wohnwagenkupplung sollte jetzt ungefĂ€hr auf der Höhe der Zugvorrichtung des Zugwagens (wie im angekoppelten Zustand) sein. Jetzt können Sie auf der Waage den Druck ablesen (Anzeige der Waage abzĂŒglich Gewicht des Holzes), den die Wohnwagenkupplung auf den Zugwagen ausĂŒben wĂŒrde (StĂŒtzlast). Ausgewogenheit prĂŒfen und unbedingt richtige StĂŒtzlast herstellen.

Transportunternehmen fĂŒr Bootstrailer-Transporte
ÜberfĂŒhrungs- bzw. Kurzzeit-Kennzeichen und Versicherung:
Falls Sie diese benötigen, sind Online-Bestellung und Express-Versand der Kennzeichen an eine Anschrift Ihrer Wahl möglich.
Zu den Infos und zur Bestellung

Auf XS-transport finden Transportunternehmen AuftrÀge
Wir hoffen, dass das eine oder andere fĂŒr Sie bei der Kosten- und Problemvermeidung hilfreich ist. Oder doch lieber Profis fragen?